Biofilm ist eine schleimige Schicht aus Bakterien, organischen Rückständen und Feuchtigkeit, die sich an Rohrinnenwandungen bildet. Er ist eine der häufigsten Ursachen für hartnäckige Gerüche aus Mülheimer Abflüssen - auch wenn die Rohre noch gar nicht verstopft sind.
Wie entsteht Biofilm im Abflussrohr?
Bakterien haften sich an feuchte Rohrwandungen und bilden eine schützende Gelschicht, in der sie sich vermehren. Körperpflegerückstände, Seife, Speisefette und Haare liefern ihnen Nahrung. Mit der Zeit wächst der Biofilm und kann den Rohrdurchmesser spürbar verengen. In Badezimmern und Küchen ist er besonders häufig anzutreffen.
Anzeichen für Biofilm
- Dauerhafter, muffiger oder fauliger Geruch aus dem Abfluss, der nach dem Spülen kurz nachlässt, aber zurückkommt.
- Sichtbarer Schleim am Sieb oder am Rand der Ablauföffnung.
- Wasser läuft langsamer ab, obwohl kein klar sichtbarer Fremdkörper vorhanden ist.
So entfernen Sie Biofilm wirksam
- Sieb und Siphon reinigen: Beginnen Sie mit dem zugänglichen Teil - Sieb schrubben, Siphon aufschrauben, auswischen und mit Spülmittel reinigen.
- Heißes Wasser und Spülmittel: Gießen Sie mehrere Liter sehr heißes Wasser mit einem kräftigen Schuss Spülmittel in den Abfluss. Das löst Fettrückstände im Biofilm.
- Natron und Essig: Geben Sie drei Esslöffel Natron, dann einen halben Becher Essigessenz in den Abfluss. Die Reaktion erzeugt Kohlensäure, die mechanisch an der Rohrwandung arbeitet. Nach 30 Minuten mit heißem Wasser ausspülen.
- Enzymreiniger: Verwenden Sie einen biologischen Enzymreiniger und lassen Sie ihn über Nacht einwirken. Enzyme bauen organische Bestandteile des Biofilms gezielt ab.
Vorbeugung ist einfacher als Behandlung
Spülen Sie Abflüsse regelmäßig mit heißem Wasser durch und reinigen Sie das Sieb wöchentlich. Fetthaltige Speisereste und Körperpflegeprodukte mit vielen Zusatzstoffen begünstigen Biofilm-Bildung besonders stark.
Häufige Fragen
Ist Biofilm im Abfluss gesundheitsgefährlich?
In der Regel nicht direkt - die meisten Bakterien im Biofilm sind keine Krankheitserreger. Der Gestank kann jedoch belästigend sein, und in seltenen Fällen können sich auch schädliche Keime im Biofilm ansiedeln. Regelmäßige Reinigung ist daher sinnvoll.
Reicht eine einmalige Behandlung aus?
Eine Einmalkur reduziert den Biofilm deutlich, aber ohne regelmäßige Nachsorge bildet er sich innerhalb weniger Wochen neu. Planen Sie monatliche Pflegemaßnahmen ein.
Wann sollte ein Fachbetrieb in Mülheim ran?
Wenn Biofilm trotz mehrfacher Behandlung zurückkommt und sich der Wasserabfluss merklich verlangsamt, hilft eine professionelle Hochdruckspülung, die Ablagerungen aus dem gesamten Rohrverlauf entfernt.